Palawan: Die letzte Grenze der Philippinen - Guide 2026
Palawan wird oft als die “letzte Grenze” der Philippinen bezeichnet, und das aus gutem Grund. Diese langgestreckte Inselprovinz ist ein Schutzgebiet der Artenvielfalt und beherbergt einige der spektakulärsten Meereslandschaften und prähistorischen geologischen Formationen der Welt.
Im Jahr 2026 bleibt Palawan ein Top-Ziel für umweltbewusste Reisende, die rohe natürliche Schönheit kombiniert mit lokaler philippinischer Gastfreundschaft suchen. Regelmäßig von großen Reisemagazinen zur “Besten Insel der Welt” gewählt, bietet Palawan eine Landschaft, die fast prähistorisch wirkt: zerklüftete Kalksteinklippen, die vertikal aus smaragdgrünem Wasser ragen, geheime Lagunen und dichte Dschungel.
Warum Palawan im Jahr 2026 besuchen?
Im Gegensatz zu den stärker entwickelten Inseln in Südostasien hat es Palawan geschafft, seinen rauen Charme zu bewahren.
- Unvergleichliche Landschaft: Die Karstkalksteinformationen in El Nido und Coron sind weltklasse und konkurrieren mit der Ha Long Bucht oder Krabi, aber mit klarerem Wasser.
- Artenvielfalt: Palawan ist ein Biosphärenreservat. Über Wasser gibt es Affen und seltene Vögel; darunter Dugongs, Schildkröten und lebendige Korallenriffe.
- Inselhüpfen: Mit rund 1.780 Inseln in der Provinz sind die Erkundungsmöglichkeiten endlos. Du kannst deinen eigenen Privatstrand für den Tag finden.
- Preis-Leistungs-Verhältnis: Obwohl die Preise gestiegen sind, bietet es immer noch ein unglaubliches Preis-Leistungs-Verhältnis im Vergleich zu ähnlichen Reisezielen wie den Malediven oder Bora Bora.
Beste Reisezeit
- Trockenzeit (Dezember - Mai): Die beste Zeit für klaren Himmel und ruhige See. März bis Mai ist die heißeste Zeit, aber perfekt zum Schwimmen.
- Regenzeit (Juni - November): Erwarte tropische Regengüsse. Weniger Menschenmassen und niedrigere Preise können es jedoch attraktiv machen. August und September sind normalerweise am nassesten.
- Zwischensaison (November): Ein “Sweet Spot”, wenn der Regen nachlässt und die Landschaft unglaublich üppig ist.
Die drei Juwelen von Palawan
1. El Nido: Das Tor zum Paradies
An der Nordspitze des Festlandes gelegen, ist El Nido das Kronjuwel.
- Bacuit-Archipel: Mache eine Bootstour (Touren A, B, C oder D), um die Inseln zu erkunden. Die Big Lagoon und Small Lagoon sind ikonisch, mit hoch aufragenden Wänden aus schwarzem Stein, die türkisfarbenes Wasser umgeben.
- Strände: Nacpan Beach ist ein 4 km langer Abschnitt aus goldenem Sand, der oft nicht überfüllt ist. Lio Beach bietet ein gehobeneres, organisierteres Stranderlebnis.
- Canopy Walk: Für einen Blick aus der Vogelperspektive auf die Bucht erklimme die Kalksteinklippen über den Canopy Walk (Taraw Cliff).
2. Coron: Der Traum des Tauchers
Auf der Insel Busuanga gelegen, nördlich des Festlandes.
- Schiffswracks: Berühmt für seine Flotte versunkener japanischer Versorgungsschiffe aus dem Zweiten Weltkrieg. Sie sind flach genug, damit Schnorchler sie sehen können, aber Taucher können in die massiven Rümpfe eindringen.
- Kayangan-See: Wird oft als der sauberste See Asiens bezeichnet. Eine Mischung aus 70% Süßwasser und 30% Salzwasser, eingebettet in zerklüftete Berge. Der Blick von oben auf die Treppe vor dem Abstieg zum See ist das klassische Coron-Postkartenmotiv.
- Zwillingslagune: Wo sich Süß- und Salzwasser treffen. Du musst durch ein kleines Loch im Felsen schwimmen (oder über eine Leiter klettern), um in die innere Lagune zu gelangen, wo die Wassertemperatur mit den sich mischenden Strömungen schwankt.
3. Puerto Princesa: Die Hauptstadt
Der Einstiegspunkt für viele Reisende.
- Unterirdischer Fluss: Ein UNESCO-Weltkulturerbe und eines der neuen 7 Weltwunder der Natur. Du fährst mit einem kleinen Boot 8,2 km in ein riesiges Höhlensystem voller Fledermäuse und spektakulärer Felsformationen.
- Glühwürmchen-Beobachtung: Eine magische Abendtour auf dem Iwahig-Fluss. In völliger Dunkelheit erleuchten tausende Glühwürmchen die Mangroven wie Weihnachtsbäume.
Nachhaltiges Reisen in Palawan
Palawan nimmt seine Umwelt ernst.
- Plastikverbot: Einwegplastik ist streng reguliert. Bringe eine wiederverwendbare Wasserflasche mit.
- Öko-Gebühren: Besucher zahlen eine Umweltgebühr (ETDF), die Naturschutzmaßnahmen finanziert.
- Respektiere das Meeresleben: Berühre nicht die Schildkröten und stehe nicht auf den Korallen. Sonnencreme sollte riffsicher sein (suche nach Zinkoxid ohne Nano-Partikel).
Gastronomie: Philippinische Aromen
- Frische Meeresfrüchte: Frischer geht es nicht. Gegrillter Tintenfisch, Lapu-Lapu (Zackenbarsch) und Krabben sind Grundnahrungsmittel.
- Kinilaw: Das philippinische Ceviche. Roher Fisch, gepökelt in Essig, Calamansi (lokale Limette), Ingwer, Chili und Kokosmilch.
- Adobo: Das Nationalgericht. Fleisch (meist Huhn oder Schwein), mariniert in Essig, Sojasauce und Knoblauch.
- Tamilok: Für die Mutigen – eine Holzbohrmuschel, die in Mangroven vorkommt und roh in Essig getaucht gegessen wird. Schmeckt wie eine Auster!
- Chicken Inasal: Gegrilltes Hähnchen, mariniert in Zitronengras, Calamansi und Achuete-Öl.
Wo übernachten
- El Nido: Wähle zwischen der Hauptstadt (geschäftig, praktisch) oder Corong Corong (tolle Sonnenuntergänge, ruhiger). Für Luxus übernachte in einem privaten Inselresort in der Bucht wie Miniloc oder Pangulasian.
- Coron Town: Eine geschäftige Basis für Bootstouren. Es hat selbst keinen Strand, also nimmst du jeden Tag Boote.
- San Vicente / Port Barton: Für eine entspannte Backpacker-Atmosphäre abseits der Massen. Long Beach in San Vicente ist 14 km unbebauter Sand.
Wichtige Reisetipps
- Bargeld ist König: Obwohl es Geldautomaten gibt, geht ihnen oft das Geld aus oder sie lehnen ausländische Karten ab. Bringe viel Bargeld (Philippinische Pesos) mit.
- Transport: Die häufigste Art, sich in Städten fortzubewegen, ist das Tricycle. Zwischen El Nido und Puerto Princesa sind Sammeltransporter der Standard (erwarte eine kurvenreiche 5-6-stündige Fahrt).
- Internet: WiFi kann unregelmäßig sein. Kaufe eine lokale SIM-Karte (Globe oder Smart) für die beste Verbindung.
- Gesundheit: Bringe Insektenschutzmittel mit, um dich vor Sandfliegen (Nik-Niks) an den Stränden zu schützen.
Fazit
Palawan ist ein Ort, der deine Erwartungen an Schönheit herausfordert. Es ist ein Reiseziel, das dich bittet, langsamer zu werden, abzuschalten und in das lebendige Blau des Meeres einzutauchen.
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