Kanarische Inseln (Spanien) 30.5.2024

El Hierro 2026: Das Ende der Welt

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El Hierro: Die Meridian-Insel

Jahrhundertelang galt El Hierro als das Ende der bekannten Welt (der Nullmeridian lag hier, bis er 1885 nach Greenwich verlegt wurde). Heute fühlt es sich an wie der Anfang einer neuen. Sie ist die kleinste, abgelegenste und am wenigsten entwickelte der Kanarischen Inseln.

Im Jahr 2026 ist El Hierro eine globale Ikone der Nachhaltigkeit. Es war die erste Insel der Welt, die 100% Energieautarkie durch Wind- und Wasserkraft anstrebte (Projekt Gorona del Viento). Es gibt keine Hochhaushotels, keine Ampeln und nur sehr wenige Strände. Stattdessen finden Sie natürliche Lavapools, uralte Wälder und eine Stille, die so tief ist, dass sie in den Ohren klingt.

Warum El Hierro im Jahr 2026 besuchen?

Um abzuschalten und zu tauchen. Das Meeresschutzgebiet von La Restinga bietet das beste Tauchen in Europa, besonders seit der Unterwasservulkanausbruch 2011 das Ökosystem regeneriert hat. 2026 zieht die Insel Ökotouristen an, die die Zukunft des grünen Reisens sehen wollen.

Beste Reisezeit

  • Oktober: Das ruhigste Meer (“Las Calmas”) zum Tauchen. Das Wasser ist am wärmsten (24°C).
  • Mai - Juni: Die Insel blüht, das Wetter ist mild.
  • Sommer: Dank der Passatwinde wird es nie zu heiß, aber in den hohen Wäldern kann es neblig sein.

Anreise

  • Flug: Flughafen El Hierro (VDE) bedient Inselflüge von Teneriffa Nord (TFN) und Gran Canaria (LPA).
  • Fähre: Naviera Armas fährt von Los Cristianos (Teneriffa). Die Fahrt dauert ca. 2,5 Stunden.

Ikonische Erlebnisse & Sehenswürdigkeiten

1. El Sabinar

Das Symbol der Insel. Dies sind uralte Wacholderbäume, die vom ständigen Passatwind in unmögliche Formen verdreht wurden. Sie sehen aus, als würden sie über den Boden kriechen. Eine gespenstische, wunderschöne Landschaft.

2. La Restinga Meeresschutzgebiet

Im Süden gelegen. Das Tauchen hier ist spektakulär – Zackenbarsche, Rochen und gelegentlich Walhaie.

3. Charco Azul

El Hierro hat wenige Sandstrände, also baden die Einheimischen in natürlichen Lavabecken. Charco Azul ist das berühmteste – ein türkisfarbener Pool, geschützt vor der Brandung durch einen natürlichen Bogen.

4. Mirador de la Peña

Ein Aussichtspunkt, entworfen vom berühmten kanarischen Künstler César Manrique. Er hängt über einer massiven Klippe (El Golfo). Es gibt ein Restaurant mit Glaswänden, das schwindelerregende Ausblicke bietet.

5. Garoé Baum

Der heilige Baum der Bimbache (Ureinwohner). Die Legende besagt, er destillierte Wasser aus den Wolken, um die Menschen vor dem Durst zu retten.

Wo übernachten?

  • Parador de El Hierro: Ein staatliches Luxushotel an einem einsamen Vulkanstrand. Absolute Isolation.
  • La Restinga: Für Taucher. Kleine Apartments und Fischrestaurants.
  • La Frontera: Die Weinbauregion im üppigen El Golfo Tal.

Gastronomie: Quesadilla und Wein

  • Quesadilla: Nicht das mexikanische Gericht! Auf El Hierro ist eine Quesadilla ein süßer Käsekuchen aus frischem Ziegenkäse, Eiern und Zucker.
  • Ananas: Das tropische Tal von El Golfo produziert süße, kleine Ananas.
  • Fisch: Vieja (Papageienfisch).

Digitales Nomadenleben

El Hierro wirbt aktiv um digitale Nomaden mit seinem “Zero Stress”-Lifestyle. Die Insel verfügt über schnelles Glasfaser-Internet bis in die kleinsten Dörfer. Es ist das ultimative Ziel für umweltbewusste Nomaden. Nachtleben gibt es jedoch nicht; das soziale Leben dreht sich um Wandergruppen und Tauchen.

Sicherheit und Tipps

  • Vertigo: Die Straßen sind steil und klammern sich an Klippen. Fahren Sie vorsichtig.
  • Seekrankheit: Die Fährüberfahrt kann im Kanal zwischen den Inseln rau sein.
  • Tunnel: Die Insel hat lange Tunnel, die Nord und Süd verbinden, was das Reisen überraschend schnell macht.

El Hierro ist hypnotisierend. Klein, aber unglaublich vielfältig – von Lavawüsten bis zu Nebelwäldern. Eine Insel für die Seele.